Archiv für September 2009
30/09/2009
Das Kinoleben steht ja leider zurzeit eher still hier, angesichts des miesen Angebots. Vielleicht werde ich die Tage doch noch „Up“ gucken, die Frage ist: auf deutsch, dafür im IMax, oder normal weg, dafür im Original? Ich traue ja den Synchro-Jungs nicht über den Weg.
Anyways, wer Spaß an schlechten Filmen hat, der kann sich dieser Tage durch die „100 Worst Reviewed Movies“ der letzten knapp 10 Jahre klicken. Bei ‘Rotten Tomatoes’ werden ja ohnehin immer allerlei Kritiken für das ‘Tomatometer’-Rating ausgewertet, das erkennen lässt, ob mehrheitlich gut oder schlecht über einen Film geschrieben wurde. Die Filme mit den miesesten Ergebnissen finden sich also in den ‘Worst 100′. Die Nr. 1 habe ich übrigens – wie sollte es anders sein – gesehen, und für zu belanglos für eine Rezension befunden, wenn ich mich recht entsinne. Nach dem Streifen kräht aber auch kein Hahn mehr. Genau genommen hat auch noch nie einer danach gekräht…
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29/09/2009
Die Jungs von Wired.com gehen in diesem Artikel mal einigen Fragen nach, die man sich meist erst NACH einem Film stellt. Warum z.B. rettet Indy im dritten Teil nicht einfach seinen Vater und verdrückt sich dann, wenn der Gral doch eh nicht aus seinem Versteckt bewegt werden darf (Erdbeben!)? Oder warum Spock im neuen „Star Trek“ ewig in der verlassenen Eiswüste rumschimmelt, statt mal selbst einen Ausweg zu suchen?
Insgesamt ein lustiger Artikel, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es da noch viel dringendere Fragen gibt, die man an die Drehbücher einiger Blockbuster stellen könnte. Vielleicht mache ich da mal eine eigene Liste (Vorschläge gerne in den Kommentaren!).
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24/09/2009
Als gäbe es nicht schon längst mehr als genug Fortsetzungen, die kein Mensch braucht (Stichwort „Spiderman 4″), jetzt müssen wir auch noch mit einem zweiten Teil von „Ghost Rider“ rechnen. Da war aber doch schon der erste Teil ein kompletter Fehlstart! Wie Variety berichtet wird Columbia trotzdem versuchen, dem dead-on-arrival-Franchise von Marvel neues Leben einzuhauchen. Das ganze hängt wohl damit zusammen, dass Disney (Besitzer des Columbia-Studios) vor kurzem Marvel gekauft hat (siehe hier). Nic Cage wird wohl wieder den traurig blickenden „Ghost Rider“ spielen, ich bin trotzdem skeptisch, ob der Film auf großes Interesse stößt. Meins ist jedenfalls gering…
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23/09/2009
Mit „Inglourious Basterds“ sind sie auf einmal wieder im Gespräch – Bob und Harvey Weinstein, die mit „Miramax“ in den letzten 20 Jahren einige große Filme produziert haben. „Miramax“ gehört längst Disney, und die Brüder produzieren nun als „Weinstein Company“. Wen der Werdegang der beiden interessiert, der lese hier in einem Artikel der NY Times weiter (aber Vorsicht: ist ein langer Artikel, es muss echtes Interesse vorhanden sein..)
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23/09/2009
Es war ja schon länger gemunkelt worden, dass die Geschichte des ’social network’ Facebook in eine Filmform gegossen werden soll. Nun meldet „Variety“ Vollzug, auch was das Casting angeht. Regie führen wird tatsächlich David Fincher („Sieben“, „Benjamin Button“), in den Hauptrollen werden Jesse Eisenberg („Adventureland“), Justin Timberlake und Andrew Garfield („Boy A“) zu sehen sein. Arbeitstitel ist „The Social Network“, die Story wird wohl um die Anfänge der Firma auf dem Campus in Harvard kreisen.
Interessieren tut mich das Projekt ja schon. Aber wie genau das irgendwie spannend oder fesselnd oder sonstwie interessant werden soll ist mir ein wenig schleierhaft. Die Fakten sind ja bekannt, das Ende auch – what’s gonna be the point, then? Unklar. US-Start ist für Ende 2010 geplant, bei uns wohl wie üblich etwas später.
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22/09/2009
.. ist trotzdem großes Kino: „Mission: Impossible“. Brian DePalmas Agententhriller mit Tom Cruise von 1996 macht so richtig Spaß, wie ich gerade mal wieder feststelle. Wenn werte Nachbarn mit DVD-Sammlung im Urlaub sind greift man eben auch mal zu, und nicht immer nur daneben. Der Film ist so einfach wie clever gemacht: drei große Szenen (Prag, Langley, Eurocity), von ein paar kleineren Szenen zusammengehalten, können einen astreinen Film ergeben.
Es sind die einfachen, aber extrem wirkungsvollen Zutaten, die „Mission: Impossible“ zu einem unterhaltsamen 007-Ersatz machen. Ein paar Agenten-Gimmicks, zwei bis drei Plot-Twists, sorgfältig geplante Einbrüche, und ein Bösewicht aus den eigenen Reihen. Sicher keine Offenbarung, aber eben gut gemacht und mit dem richtigen Gespür fürs Genre. Girls, guns, gadgets! Und nicht ganz unwichtig: es ist ein schmaler Grad zwischen Agententhriller und Agentenkomödie. Letztere gehen meist schief, erstere können aber auch nur funktionieren, wenn man die Zutat „Ernst“ mit Augenmaß verwendet. Schließlich ist kaum ein Genre so sehr der Phantasie des Zuschauers verpflichtet, schon weil der ‘Plot’ häufig eine Menge Phantasie seitens des Zuschauers erfordert…
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20/09/2009
Es gibt Filme, die sind gut. Sogar richtig gut. Und sie finden trotzdem kein oder kaum Publikum. Meist liegt das daran, dass der Vertrieb sich keine Mühe gibt, die falsche Zielgruppe anspricht, oder den Film heimlich still und leise auf den DVD- und Downloadmarkt schmeisst, ohne dass er jemals in Tageszeitungen oder auf größeren Newsseiten erwähnt wurde. Ich will hier mal ein paar Filme auflisten, von denen ich finde, dass sie einem recht großen Publikum gefallen würden – aber bisher keines gefunden haben…
- „Manhunter“ (1986)
Bevor die Figur des Hannibal Lecter durch das „Schweigen der Lämmer“ berühmt wurde entstand diese Verfilmung eines Thomas Harris-Romans. Hierzulande ging der Film als „Blutmond“ an den Start, heutigen Filmfans dürfte er aber eher kein Begriff sein, schon weil er ohne große Namen auskommt. William Petersen ist inzwischen durch „CSI“ bekannt geworden, aber dem Film dürfte das auch nicht mehr helfen. Was schade ist, den dieser erste Ausflug ins Lecter-Universum ist ein kühles, stilsicheres Meisterwerk. Hannibal Lecter wird von Brian Cox gespielt, Regie: Michael Mann
- „Suspect Zero“ (2004)
Serienkiller-Film mit Niveau, der bis zum Ende spannend ist und sich storytechnisch auch mal etwas traut. Lief bei uns im Kino, was allerdings an den meisten Menschen vorbeigegangen ist. An mir jedenfalls, und ich lese immerhin den „Filmdienst“, um genau das zu verhindern… Mit Aaron Eckhart, Carrie-Ann Moss und Ben Kingsley, Regie: E. Elias Merhige
- Shadowboxer (2005)
Wer nicht in Videotheken geht wird von „Shadowboxer“ wohl nie etwas gehört haben. Der Film ist eine Killerballade, allerdings mit Mut zum Risiko und einigen ausgefallenen Kniffen. Warum es 2 Jahre gedauert hat, bis der Film hier auf den Markt kam ist mir schleierhaft. Zudem wollte der Verleih (Sony Pictures) wohl möglichst ein größeres Publikum ansprechen, denn das Cover verspricht eher einen Actionthriller als einen Film, in dem nicht nur schwarz mit weiss ins Bett geht, sondern auch noch alt mit jung. Wir merken uns: auch Filme die „Shadowboxer“ heißen können eher Arthaus als Action sein. Mit Cuba Gooding, Jr., Helen Mirren und Stephen Dorff, Regie: Lee Daniels
- Half Nelson (2006)
Ryan Gosling wird in Amerika seit Jahren als kommender Star seiner Zunft (der Mann ist Schauspieler) gefeiert. Aber keiner seiner Filme hatte hierzulande richtig Erfolg – abgesehen vielleicht von der Demenz-Romanze „Wie ein einziger Tag“. Dabei ist Gosling eigentlich nicht der klassische Good guy/Leading man, sondern eher vom Typ Charakterdarsteller. Seine bisher vielleicht beste Rolle ist die des Highschool-Lehrers mit Drogenproblem in „Half Nelson“. 2007 war er dafür gar für einen Oscar nominiert, aber irgendwie wollte kein Verleih das brillant gespielte Drama haben. Ins Kino kam der Film 2008 dann doch noch, wurde allerdings weitgehend ignoriert. Regie: Ryan Fleck
- Gone, Baby, Gone (2007)
Mit Ben Affleck verbinden wohl die meisten Menschen eher Klatsch-Stories und „Good Will Hunting“ als kleine, aber feine Krimi-Dramen. Doch genau so eines hat sich Affleck für sein Regiedebut ausgesucht, mit seinem kleinen Bruder Casey in der Hauptrolle. Die Story um ein verschwundenes Kind hat Ecken und Kanten, ist aber immer fesselnd und für ein Debut erstaunlich entspannt inszeniert. Sicher, das Terrain ist nicht neu (Gemeinsamkeiten zu Eastwoods „Mystic River“ gibt es viele, u. a. Thematik und der Schauplatz Boston), aber „Gone, Baby, Gone“ kann schon sehr gut für sich alleine stehen. Mit Casey Affleck, Morgan Freeman und Ed Harris, Regie: Ex-“Bennifer“ Ben Affleck
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20/09/2009
War ja eigentlich klar, dass ich Filme übersehen würde – jetzt ist mir einer eingefallen. „Mord im Orient Express“ (1974) nach Agatha Christie ist eine der schönsten Krimi-Verfilmungen überhaupt, da passt einfach alles. Rausgeflogen ist dafür ein anderer (Psycho-) Krimi, nämlich „The Pledge“ von Sean Penn. Hier gehts zur aktualisierten Liste…
Neue Kurzkritiken kommen auch langsam dazu, zuletzt etwa zu „Scarface„, „Schweigen der Lämmer„, „Spaceballs„, „Lethal Weapon“ und „Titanic„.
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16/09/2009
Wie im letzten Post bereits gesagt ist meine Vorfreude auf „The Green Hornet“ durchaus beträchtlich. Zumindest „besser als die Aussicht auf ‘Spider-Man 4′“. Und eben dieser Film wird tatsächlich kommen, laut Variety. Sony plant einen Start Mitte 2011 und hat alle wichtigen Beteiligten (Sam Raimi, Tobey Maguire, Kirsten Dunst) wieder ins Boot geholt. Ich bleibe allerdings skeptisch, wobei es nach dem affigen dritten Teil ja eigentlich nur besser werden kann…
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15/09/2009
…hat sein Auftritt als Oberst Landa in Tarantinos „Inglourious Basterds“ nicht geschadet. Erst gab es den Preis als „Bester Darsteller“ in Cannes, und jetzt ist Waltz auch in Hollywood offenbar richtig im Geschäft. Wie Aintitcoolnews hier meldet wird Waltz in der Comic-Verfilmung „The Green Hornet“ mitspielen.
Das ganze Projekt klingt zunehmend interessanter. Mit Seth Rogen in der Hauptrolle dürfte hier ein Superheld der etwas anderen Art die Leinwand heimsuchen, Regie führt Michael Gondry. Der wiederum steht nicht für die bekannte Comic-Ästhetik, sondern hat u.a. in „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ und „The Science of Sleep“ einen ganz eigenen visuellen Stil entwickelt.
Und nun wird also (statt Nicolas Cage) der Österreicher Waltz den Bösewicht spielen. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen, Ende 2010 wird das Ergebnis im Kino zu bewundern sein. Klingt schon mal sehr viel besser als die Aussicht auf „Spider-Man 4″ oder „Wolverine 2″, würde ich sagen.
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