Die vierte Staffel von „Dexter“ läuft laut „The Hollywood Reporter“ Ende Spetember an. Ick freu mich jetzt schon tierisch drauf! Ob die Serie bei RTl2 auch in Deutschland soweit kommt sei mal dahingestellt. Couldn’t care less, though…
Archiv für Mai 2009
Neue Staffel von „Dexter“
Mai 28, 2009Neuer Film von den „Crank“-Machern
Mai 28, 2009Nach den beiden „Crank“-Filmen haben sich die Herren Taylor/Neveldine für einen weiteren Film als Regisseure und Produzenten zusammengetan. In „Gamer“ wird das „Running Man“-Thema dem Internet- und Egoshooter-Zeitalter angepasst, mit dabei sind Gerard Butler („300″) und Michael C. Hall („Dexter“ höchstpersönlich). Kinostart ist im Spetember, den Trailer gibts wie üblich bei Apple.com…
Aguirre, der Zorn Gottes (Top-100)
Mai 28, 2009Wer mich, oder besser meinen Filmgeschmack kennt, weiss dass ich nicht eben ein Faible für deutsche Filme habe, und auch nicht wirklich für verschrobenes Arthouse-Kino. Ich bin da eher auf Billy Wilders Seite, dessen erstes Prinzip „Nicht das Publikum langweilen!“ war. Werner Herzogs „Aguirre“ hält diese Regel ein, verlangt aber vom Publikum die Bereitschaft, sich komplett auf den Film und seine düstere Welt einzulassen. Eine Gruppe spanischer Abenteurer ist im 16. Jhd. im heutigen Peru auf der Suche nach ‘El Dorado’. Mit dabei ist Don Lope de Aguirre, gespielt von Klaus Kinski, der den spanischen Edelmann als einen düsteren Zeitgenossen mit fatalem Hang zum (Größen-)Wahnsinn spielt.
Die Guerilla-Dreharbeiten des Films sind legendär, und werden vom Regisseur in „Mein liebster Feind“ noch einmal detailliert aufbereitet. Die Abgelegenheit der Schauplätze, die Spannungen unter den kreativen Köpfen des Films, der Aberglaube der peruanischen Laiendarsteller, all das wird im Film erlebbar, wenn die von Fehlschlägen und Todesfällen gemarterten Männer am Ende unter Aguirres Kommando erkennen müssen, dass am Ende ihrer Reise wohl keineswegs unermeßlicher Reichtum steht. Aguirre selbst ist da schon jenseits von gut und böse, und natürlich ist Klaus Kinski genau der richtige Schauspieler um solchen Wahnsinn auf der Leinwand glaubhaft zu verkörpern.
Angels & Demons (Illuminati)
Mai 26, 2009EIgentlich wollte ich eine „richtige“ Kritik schreiben, aber irgendwie kann ich mich dazu nicht aufraffen. Ist auch schon eine Woche her, dass ich den Film gesehen habe, die Erinnerung ist also nicht mehr ganz frisch.
Was ich anbieten kann ist folgendes: „Angels & Demons“ ist storytechnisch ganz großer Quatsch. Der Plot beinhaltet tote Pfaffen (Kardinäle und einen Papst), Antimaterie(!) und eine fiese Verschwörung der ominösen Illuminaten gegen die katholische Kirche. Mittendrin hetzt Robert Langdon (Tom Hanks) mit einer hübschen Wissenschaftlerin (die man mit minimalem Aufwand aus der Story streichen könnte) vom Petersdom zu ein paar anderen Kirchen in Rom zurück zum Petersdom. Hin und wieder ist ein Witz eingebaut, am Ende werden versöhnliche Töne angeschlagen. Showdown und Auflösung sind schlicht und ergreifend grotesk.
Angucken kann man sich das ganze trotzdem ganz gut. Nur sollte man keinen ‘echten“ Thriller erwarten, der einen von den Sitzen reisst. „Angels & Demons“ plüstert sich gewaltig auf, brennt hell und heiss, und zerfällt dann doch zu Staub. Nach dem Film ist vor dem Film. Wo der „Da Vinci Code“ anfangs noch für Spannung sorgen konnte, weil Langdon und seine Gefährtin auf einem (scheinbar) selbstbestimmten Roadtrip waren, hat dieser Film nur Tempo, Action und Mummenschanz im Angebot. Das sorgt durchaus für Kurzweil, entlarvt den ganzen Käse aber auch ziemlich schnell als dramaturgisches Nullsummenspiel.
6/10
PS: Mein ursprüngliches Rating wäre eine 5 gewesen, aber irgendwie fand ich den Film rückblickend fast erfrischend bescheuert. Somit sind die Mai-Blockbuster allesamt mit 6/10 gestraft, und ich bete zum Himmel, dass es mit „Terminator Salvation“ im Juni bergauf geht…
Neuer Horrorfilm von Sam Raimi
Mai 26, 2009Regisseur Sam Raimi ist ja gleich zweimal bekannt – als Regisseur der „Spiderman“-Filme, und als Regisseur der „Evil Dead“-Trilogie. Und bevor er sich dem vierten Teil von „Spiderman“ zuwendet hat er mal wieder einen Horrorfilm eingeschoben, allerdings keinen neuen „Evil Dead“ sondern einen Film namens „Drag me to Hell“ (Kinostart hierzulande 11. Juni). Worum es da genau geht, und was der Regisseur dazu zu sagen hat ist bei der NY Times nachzulesen…
Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Top-100)
Mai 25, 2009Vielleicht der schönste Titel in den ganzen Top 100 ist „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“. Der deutsche Verleih hat das wohl anders gesehen, deshalb hieß der Film in hier „Vergiß mein nicht“. Ist ja fast das gleiche, gelle? Michel Gondrys Film platzt vor Kreativität, ist visuell überragend, erzählt eine wunderbar verschrobene Geschichte mit zwei Schauspielern, die man selten so gut in Form gesehen hat wie hier.
Wer hätte es geglaubt, aber Jim Carrey kann mehr als nur Klamauk und Unsinn, er spielt hier eine schwierige Rolle mit Bravour. Kate Winslet (z.T. mit blauen Haaren) ist ebenfalls eine Wucht, und die beiden entwickeln das, was der Volksmund dann „Chemie“ nennt. Will sagen sie stimmt, die Chemie zwischen den beiden. Die Story ist ebenfalls ein Highlight. Es geht um eine Methode, sich Erinnerungen an Ex-Partner aus dem Hirn entfernen zu lassen, und um einen Mann (Carrey) der während dieser Prozedur erkennt, dass er das gar nicht will. So muss er durch seine Gedanken hetzen um zu verhindern, dass er seine Erinnerungen an Clementine (Winslet), die diese Prozedur bereits hinter sich hat, verliert.
Das ganze klingt nicht nur wirr, es ist es auch. Aber bei allem Irrwitz erzählt der Film seine Geschichte so selbstverständlich und immer wieder mit lustigen Einfällen garniert, dass er weder anstrengend noch überdreht ist. In Nebenrollen sind übrigens noch Kirsten Dunst, Tom Wilkinson und Mark Ruffalo zu sehen, allesamt herrliche Figuren in einem wunderbar originellen Film.
„Sherlock Holmes“ – Trailer online
Mai 19, 2009Ins Kino kommt Guy Ritchies Kinoversion von „Sherlock Holmes“ bei uns erst im Januar 2010, einen ersten Trailer kann man sich aber unter diesem Link schon ansehen. Die Besetzung (Robert Downey Jr. als Holmes, Jude Law als Watson) finde ich schon mal gelungen, und die ersten Bilder sehen auch vielversprechend aus…
High Fidelity (Top-100)
Mai 18, 2009Stephen Frears Verfilmung von Nick Hornbys gleichnamigem Roman war, wie zu lesen ist, eine Herzenangelegenheit von Hauptdarsteller John Cusack. Der hat dann auch am Drehbuch mitgeschrieben und Co-Produziert, und man kann ihm und allen anderen Beteiligten nur gratulieren. „High Fideliy“ ist ein großartiger, witziger Film geworden, ganz dem Geist der Vorlage verpflichtet. Man hat sich zwar die Freiheit genommen das Geschehen von London nach Chicago zu verlegen, aber tut höchstens Puristen weh.
Cusack spielt Rob Gordon, einen Plattenladen-Besitzer (sowas gabs anno 200o noch!) im Beziehungsstress. Nachdem seine Freundin genug von ihm hat zieht er Bilanz, was seine Frauengeschichten angeht – und beginnt stilecht in der Grundschule. Zwischen den Rückblenden und neuerlichen Annäherungsversuchen bei Ex-Freundinnen geht auch sein richtiges Leben weiter. Jack Black ist bei dem bunten Treiben als freakiger Mitarbeiter und Musiker dabei und war selten besser. Vielleicht auch deshalb, weil seine Figur eher im Hintergrund für Wirbel sorgt. Die Figuren sind insgesamt richtig gut gelungen, es werden keine lahmen Stereotypen abgenudelt, sondern lebensechte Exemplare bemüht. Mit Lisa Bonet, Catherine Zeta-Jones und Tim Robbins sind zudem auch die Nebenrollen recht hochkarätig und vor allem passend besetzt.
Dass der Soundtrack eine Menge Spaß macht versteht sich fast von selbst, was genau da so läuft kann im Abspann und hier nachgeschaut werden. Drama und Komödie verbindet der Film zu einem wunderbar leichten, aber niemals seichten Film über die kleinen und großen Probleme des Großstadtlebens. Die Erzählweise wird dabei von Rob bestimmt, der sich mit Exkursen über sein Leben auch gerne direkt ans Publikum wendet. Ein Kunstgriff, der auch schiefgehen kann, hier aber perfekt funktioniert.
Die fabelhafte Welt der Amelie (Top-100)
Mai 17, 2009„Amelie“ war im Jahre 2001 der Film, den einfach jeder mochte. Und den sich auch jeder angeguckt hat, schon im Kino waren es mehr als 3 Mio. Besucher. Die märchenhafte Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrer überbordenden Phantasie erst ihre Umgebung und dann auch ihr eigenes Leben verzaubert hat Regisseur Jean-Pierre Jeunot in warmen und intensiven Farben inszeniert, der Film ist voll von Einfallsreichtum und liebt die kleinen Details des Alltags. Den Pariser Stadtteil Montmatre nutzt er dabei als malerisch schönen Hintergrund (wie mir zugetragen wurde ist das Viertel dem Film nicht sonderlich ähnlich, aber bevor ich nicht selbst in Paris war werde ich das nicht beurteilen können).
Von der herrlichen Einleitung über Amelies Eltern über die wunderbaren Reisen eines Gartenzwergs bis zum Finale legt sich die Story mit ganzem Herzen ins Zeug, angetrieben von der perfekt besetzten Audrey Tatou in der Hauptrolle. Ähnlich wie „Juno“ oder zuletzt „Slumdog Millionaire“ ist auch „Amelie“ nah dran an der perfekten und unterhaltsamen Verbindung von Humor und Tiefgang, Drama und Komödie. Ich bin ja nicht so sehr der Freund von „Filme im Fernsehen glotzen“, aber wenn die Glotze doch mal an ist, und irgendwo dieser Film läuft, dann schalte ich in der Regel bis zum Ende nicht mehr um…
Memento (Top100)
Mai 15, 2009Es gibt viele Filme, die sich einer verschachtelten Erzählweise bedienen, um ihre Geschichte interessanter oder spannender zu machen. „Memento“ tut dies auf extreme Art und Weise, er erzählt auf zwei zeitlichen Ebenen, von denen ein Handlungsstrang rückwärts und der andere vorwärts läuft, bis sie sich am Ende treffen. Klingt nicht nur kompliziert, ist es auch. Regisseur Christopher Nolan gelang dabei das Kunststück, trotzdem einen fesselnden und unterhaltsamen Film zu schaffen.
Zwar ist die Story arg konstruiert, sie sich entfalten zu sehen ist trotzdem eine große Freude. Dabei fordert der Film von seinem Zuschauer unbedingte Aufmerksamkeit, vor allem wegen der vielen kurzen Sequenzen und des nicht unerheblichen Anteils einer Amnesie am ungewöhnlichen Handlungsverlauf. Ob sich anhand des Film die Story lückenlos aufklären lässt wird immer noch diskutiert – Fakt ist, dass der Film ein schlüssiges Ende findet, welches aber nicht alle offenen Fragen der komplizierten Story erklärt.
Die Konsequenz, mit der „Memento“ seine Story erzählt, ist fast schon einzigartig. Denn das Szenario des ewigen Rächers, der sich seiner erfolgreichen Rache nie sicher sein kann, hat selbst im an fatalistischen Stories nicht armen Genre des Noirs keine Vorbilder. Stilübung? Sicherlich. Aber eine der besten überhaupt! Wer sich für die Tiefen der Story interessiert, der lese bei den Kollegen von Salom.com weiter, die zu „Memento“ (ebenso wie zu „Mulholland Drive“) eine spannende Analyse herausgebracht haben: hier entlang…